BSG Guetersloh

Behinderten-Sportgemeinschaft Gütersloh

Der Verein für Menschen mit und ohne Handicap

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Chronik

BSG Gütersloh e.V.   Der Sportverein für Menschen mit und ohne Handicap.

Als nach dem Krieg die zum Teil noch jungen Soldaten aus den Lazaretten und Lagern in die Heimat zurückkehrten, hatten viele schwere bis schwerste körperliche Schäden davon getragen. Sport war für sie ein gutes Mittel, um mit der Behinderung weiterleben zu können und die schweren Kriegserlebnisse zu verarbeiten.

Anton Brökelmann ergriff die Initiative und setzte eine Annonce in die Zeitungen, worauf sich auch gleich einige ebenfalls versehrte ehemalige Soldaten bei ihm meldeten. So wurde am 18. Februar 1955 die Versehrten-Sportgemeinschaft Gütersloh (VSG) gegründet. Der neue Verein begann mit den Sportarten Sitzball, Prellball und Bosseln. Zusätzlich wurde in Bielefeld geschwommen. Später kamen Leichtathletik und andere Sportarten hinzu und die ersten Sportabzeichen wurden abgenommen. Der Sport wurde mit Ehrgeiz und Einsatz betrieben. Die jüngeren Leute haben heute kaum eine Vorstellung, unter welchen Umständen damals Sport betrieben wurde. So waren die Sportler zum Beispiel auf Benzinspenden angewiesen, um zu Turnieren fahren zu können. Vieles musste improvisiert werden.

So wurde Anfang der 70er Jahre mit einem hohen Maß an Eigeninitiative eine alte Baubaracke aus Bielefeld gekauft und zum Vereinsheim umfunktioniert. Am 14. September 1972 wurde es mit einer Feier unter der Mitwirkung der Feuerwehrkapelle Spexard gebührend eingeweiht.

Am 11. März 1977 beschloss die Mitgliederversammlung die Umbenennung der VSG in Behinderten-Sportgemeinschaft Gütersloh (BSG). Der Grund war, dass die Zahl der Kriegsversehrten rückläufig war und immer mehr Menschen mit Behinderung nach Krankheit oder Unfall in den Verein kamen.

1980 zum 25jährigen Vereinsjubiläum gab es Freundschaftsturniere mit den Teilnehmern aus der Partnerstadt Broxtowe. Rollifahrer waren im Jugendgästehaus untergebracht, die anderen Sportler und Begleiter in Privatunterkünften. Bei der Betreuung waren Schüler des Städtischen Gymnasiums behilflich.

Ende der 80er Jahre wurde der Heinrich-Fauseweh-Gedächtnispokal als Wanderpokal gestiftet. Den erhält jährlich ein Mitglied, das sich besonders für den Verein eingesetzt hat.

1993 wurde endlich die Satzung dahingehend geändert, dass auch Nichtbehinderte an den Vereinsangeboten teilnehmen können, was bislang lediglich Familienmitgliedern möglich war. Nun kann Integration gelebt werden.

Am 01. August 2010 ging das Vereinsheim in den Besitz des Tauchsportclubs Gütersloh über. Es wird jetzt mit noch mehr Leben erfüllt, denn beide Vereine nutzen das Heim seit dem gemeinsam.

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